Integration

Integration

Drei Situationen des heutigen Tages zeigen das Dilemma, in dem Frankreich steckt:

Morgens um sieben, ich hole das Baguette für unser Frühstück, komme ich am Feuerwehrhaus vorbei. Zehn Männer in Einsatzkleidung machen sich einsatzbereit. Zwei davon sind  ihrem Aussehen nach Nordafrikaner.

Die Städtchen und Dörfer, durch die wir fahren, sind schön gestaltet und auf eine lässige Art aufgeräumt.

Auf einer Parkbank am Ufer der Ain, gegenüber dem Campingplatz, sitzt ein junges arabisch-nordafrikanisches Pärchen und schmaucht genussvoll ein Wasserpfeifchen. Um sie herum auf der Erde liegen Papiermüll, leere Dosen und Plasikbecher. Um die anderen Bänke herum ist es sauber.

Frankreich integriert in kleinen Städten erfolgreich Einwanderer.

Frankreich liebt seine gelassene und geordnete Bürgerlichkeit.

Müll auf der Erde ihrer Parks ist den Franzosen wesensfremd.

Ablehnen oder integrieren. Beides ist möglich. Die Handlungsalternative ist abstoßen oder erziehen.

Hatten wir letzte Nacht noch etliche Minusgrade und Raureif, so spazieren ich jetzt gegen zehn, nach einem ausgedehnten Abendspaziergangen,  bei angenehmen 14° zum Wohnmobil zurück.

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