Anlaufschwierigkeiten

So, Schluss jetzt mit der Fettlebe bei Herrn Treiber in Sprollenhaus. Auf geht’s gen Süden. Leicht wird’s uns nicht gemacht. Zum ersten Mal seit unserer Ankunft hat es in der letzten Nacht geschneit. Und es schneit immer weiter. Da nehmen wir doch lieber einen Umweg in Kauf anstatt uns die engen Serpentinen rauf und runter zu quälen. Vorher bringen wir aber noch Beate zum Bahnhof in Bad Wildbad und erledigen den nötigsten Einkauf, um notfalls über’s Wochenende zu kommen.

Als Zwischenstation haben wir uns Beaune, ein kleines Städtchen im Départment Côte d’Or im Burgund nördlich von Lyon ausgesucht. Wir haben uns nichts dabei gedacht. Liegt halt auf unserem Weg. Zudem ist es als Zentrum des dortigen Weinbaugebietes bekannt. In der Stadt finden sich in der Tat eine Reihe von Winzern. Wo sie allerdings den Wein anbauen, bleibt uns ein Rätsel. Wir haben unterwegs nicht einen Rebstock gesehen. Ob der Wein dort auf den zahlreichen Bäumen wächst? Egal. Hauptsache sie haben welchen.

Beaune

Schneematsch, Regen und Nebel begleiten uns bis dorthin und machen das Fahren nicht eben zu einem Vergnügen. Wir haben uns im Internet ein schönes kleines Hotel im Stadtzentrum ausgesucht. Hotel, weil es vor Montpellier auf unserer Strecke keinen einzigen ganzjährig geöffneten Campingplatz zu geben scheint und wir auch noch kein Wasser an Bord haben. In einem kleinen Städtchen wie Beaune, so unsere Hoffnung, sind vielleicht die Hotelpreise noch nicht so astronomisch hoch. Das trifft auch zu und das Hotel ist wirklich ausgesprochen schön. Nur Einzelzimmer sind nicht mehr vakant. Und das angebotene Queen-Size-Bett ist uns nun doch zu kuschelig. Schweren Herzens sagen wir ab. In den übrigen Herbergen sind die Preise bei Booking zwischen unserer ersten und zweiten Anfrage enorm gestiegen. Kommt also nicht mehr infrage.

Stephanies Ferienhäuschen in Beaune

Dann finden wir eine Ferienwohnung und fahren hin. Von außen nicht gerade beeindruckend, aber was soll’s? Es wird allmählich dunkel und wir sind von der anstrengenden Fahrt mehr als müde und kurz vorm Verhungern. Kurz und gut: Stephanie öffnet uns die Tür. (Sie spricht übrigens bereitwillig ein mehr als passables Englisch. Da sie an diesem Tag nicht die Einzige ist, muss ich wohl meine bisherigen Erfahrungen mit den heutigen in Einklang zu bringen versuchen.) Die Ferienwohnung entpuppt sich als Ferienhäuschen und sie nimmt uns sogar für nur eine Nacht auf. Und weil wir den lästigen Internetvermittler umgangen haben, gibt sie uns auch noch einen Nachlass. Ach, es kann so schön unkompliziert sein.

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