Auf nach Sizilien

Im Frühling leitet der kleine Fluss das Schmelzwasser des Schwarzwaldes durch schmale Täler in den Neckar. Früher war dies die Zeit der Flößer. Heute vergnügen sich Wildwassersportler in ihren Kajaks. Die Enz, so heißt der Fluss, fließt durch Bad Wildbad, einem Städtchen, das seinem Namen Thermalquellen verdankt, die in grauer Vorzeit von den adligen Jägern eines angeschossenen Ebers entdeckt wurden.

Das Palais Thermal in Bad Wildbad

Das Palais Thermal in Bad Wildbad

An diesem Tag checkten die Reisenden und ihre beiden Besucher aus Berlin (Kristina und Patrick) im Palais Thermal ein, das eine neugestaltete, elegant am Berghang gelegene Saunalandschaft mit dem alten Graf-Eberhard-Bad verbindet. Der ganz im maurischen Stil gehaltene, ehemalig herrschaftliche Badebereich erfreut sich großer Beliebtheit. Die kleinen und großen, separiert in den Boden eingelassenen Badepools und Becken laden zu eher privaterem Badevergnügen ein, bei denen man sich nett mit seinen Begleitern unterhalten kann, ohne irgendjemanden zu stören oder gestört zu werden. Das warme Thermalwasser macht hungrig und durstig. In einem lichtdurchfluteten Raum werden Getränke und Speisen angeboten, die sich hervorragend im römischen Stil, also liegend, einnehmen lassen. Im neuen Bereich lässt sich in Außenbereichen der großartige Blick auf das Städtchen und das Tal genießen. In einer Sauna mit großer Panoramascheibe lässt sich der Schweiß ohne körperliche Anstrengung den Körper entlang perlen, während man über die Anstrengungen eines Aufstiegs an der gegenüber liegenden Talseite sinniert. Im Außenpool massieren Wasserdüsen sanft den Rücken. Mit am Beckenrand aufgelegten Unterarmen kann der Blick durch aufsteigende Nebelschwaden hinunter ins Städtchen gleiten. Nach Stunden des eher passiven Vergnügens ruft die vergleichsweise harte Arbeit des sich wieder Ankleidens und des Fußweges zum Wildbader Hof, in dem die kleine Gesellschaft in Begleitung der ortsansässigen Verwandtschaft zu dinieren gedenkt.

Der Rest des Großstadtstresses wird am nächsten Abend durch langsames Köcheln im Hotpod hoch über dem Dorf Sprollenhaus abgebaut.

Im Hotpod mit Blick über Sprollenhaus

Unter dem Sternenhimmel im Hotpod mit Blick über Sprollenhaus. Entspannung pur bei Svenja und Christian.

 

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5 Antworten zu Auf nach Sizilien

  1. Rosi Heidecker sagt:

    Lieber Louis, lieber Werner,
    ich hoffe ihr hattet eine ruhige Überfahrt.
    Hier im Hunsrück scheint die Sonne und ich hab jetzt Zeit sie zu genießen
    Weiterhin gute Fahrt schön, von Euch zu lesen.
    Rosi

    • FritzKraut sagt:

      Liebe Rosi,
      danke, ja die Fahrt an sich war ruhig und angenehm. Aber wie Du in unserem neuen Beitrag lesen kannst, wurde die Monotonität der kleinen Seereise jäh unterbrochen und sorgte für Aufregung. Aber jetzt ist alles gut und wir gönnen uns einen Lesetag auf einem Campingplatz bei Palermo. Morgen werden wir uns dann mal die Stadt ansehen.
      Liebe Grüße
      Werner und Louis

    • Hallo Rosi,
      Unser Mobil steht am Fuße eines Bergrückens und der hat heute die Wolken am weiter Ziehen gehindert. Also keine Sonne und ein Lesetag. Der abendliche Strandstraßenspaziergang führte uns an einer Reihe kleiner, doppelt besetzter Autos vorbei, die den Sonnenuntergang betrachteten. Wenn sie mal Luft holten. Italia è Italia.

  2. Gabi sagt:

    Hallo ihr beiden Italienbummler,
    schon auf der Fähre auf dem Mittelmeer? Schön von euch zu lesen. Viele liebe Grüße aus Berlin
    Gabi

    • FritzKraut sagt:

      Hallo, Gabi!
      Fritz ist vor einer guten Stunde mit einigen anderen Wohnmobilen im Bauch einer riesigen Fähre verschwunden. Auch Wackeldackel kam vor lautet Aufregung gar nicht aus dem Wackeln raus. Hoffentlich finden wir die zwei morgen Abend wieder! Nach langer Suche haben wir auch ein Restaurant gefunden und hängen jetzt mit vollen Bäuchen rum. Es hat zwar nicht geschmeckt, aber satt gemacht. Jetzt hoffen wir auf eine ruhige Nacht und einen sonnigen Tag auf See.
      Liebe Grüße
      Werner und Louis

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