Englisch-schottische Geschichte „put in a nutshell“

Pinkelrinne in einem Glasgower Pub

Pinkelrinne in einem Glasgower Pub*

Die Engländer haben gewonnen, die Schotten haben verloren. Schottland wurde Teil des United Kingdom. Die Schotten hängen an ihrer Geschichte und damit an der Niederlage. Später hatte England aber nicht nur einen Manchester-Kapitalismus, sondern auch eine Manchester-Politik. Drei Männer exerzierten diese in den Highlands. Die Schotten wurden massenhaft von ihrem Boden vertrieben, damit die Schafe der drei Herren dort Platz hatten. Legal.
Zum Ruhme dieser drei Herren wurden in einem gemütlichen Glasgower Pub Gedenktafeln über der Pinkelrinne in der Herrentoilette angebracht. (Wie die Damen ihnen ihre Ehrerbietung erweisen können, haben wir nicht untersucht.)
…..
* Dort ist zu lesen:
Dieses Urinal ist den drei Männern gewidmet, die an der Rodung der schottischen Highlands beteiligt waren. Sie haben an dem, was heute als eine von der Zentralregierung gebilligte ethnische Säuberung anerkannt ist, mitgewirkt.
Durch ihre Habgier und Scheinheiligkeit haben sie und andere sich maßgeblich an der Zerstörung der jahrhundertealten Lebensart der Menschen in den schottischen Highlands beteiligt.
Sie haben hier Gelegenheit, den „Herren“ den Respekt zollen, der ihnen gebührt.
Colonel Fell: In der jüngeren Vergangenheit hat dieser Mann den Prozess der Rodung der Highlands auf der Insel Lismore fortgeführt und dazu die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung erzwungen.
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6 Antworten zu Englisch-schottische Geschichte „put in a nutshell“

  1. Bernd Frank sagt:

    Das habt ihr gut gemacht, Jungs! Wie jeder weiß, ist lachen gesund. 🙂
    Zu schottischen Schafen fiel mir übrigens gerade noch was ein:
    Ein Mathematiker, ein Physiker und ein Biologe sitzen im Zug und fahren durch Schottland. Während der Fahrt sehen sie auf einer Wiese ein schwarzes Schaf, worauf der Biologe meint: „Ah, ich sehe, dass die schottischen Schafe schwarz sind.“
    Der Physiker sagt: „Du meinst wohl, dass manche schottischen Schafe schwarz sind.“
    Darauf der Mathematiker: „Nein, wir wissen lediglich, dass es in Schottland mindestens ein Schaf gibt, und dass wenigstens eine Seite dieses Schafes schwarz ist.“

    O.k. o.k. entschuldigt. Aber es gibt auch intelligentere Schottland- bzw. Schottenwitze:

    „Weißt du eigentlich, dass in Schottland kaum noch jemand Karten spielt?“ – „Und warum nicht?“ – „Keiner will geben!“
    (Erinnert ein bisschen an unser freitägliches Kartenspiel – „Mischen impossibel“ 😉

    Ein Fußballspiel in einem schottischen Dorf. Zur Seitenwahl wirft der Schiedsrichter eine Münze in die Luft. – Folge: 100 Verletzte …

    Sorry, das war jetzt nun wirklich unterstes Niveau!! (erinnert ebenfalls irgendwie an unser freitägliches … )

    Interessant wäre, wenn ihr mal vor Ort einen Schottenwitz – beispielsweise in einer Kneipe an der Theke, wo viele zuhören – erzählen könntet …. 😉

    Herr Müller macht Urlaub in Schottland. Er fragt einen Einheimischen: „Was halten Sie eigentlich von Schottenwitzen?“
    „Damit sollte man sehr, sehr sparsam umgehen!“

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen…

      • Bernd Frank sagt:

        Fast hätte ich mich gar nicht mehr daran erinnert, aber bei uns in Leutesdorf gab es da auch mal einen Vorfall, das ist lange her. Da saß ich – jetzt ohne Quatsch – beim Hugemann (wo ich manchmal Wein und Sekt kaufe) bei einem Gläschen und unterhielt mich mit ihm. Da kam eine kleine Reisegruppe von etwa 10, 11 Leuten – und wie sich herausstellte, waren sie aus Schottland. Die wollten mal ein paar verschiedene Weine probieren und würden dann natürlich auch welchen kaufen, sagten sie. Hugemann freute sich wahrscheinlich schon ein bisschen auf den Umsatz; jedenfalls war er jetzt ganz schön beschäftigt und ich ging dann vielleicht nach 20 Minuten schon nach Hause. Am nächsten Tag traf ich Hugemann eher zufällig und fragte, wie’s denn so war. „Die haben erst alle möglichen Sorten durchprobiert.“ H. ist eigentlich nicht leicht aus der Ruhe zu bringen, war aber sichtlich angefressen. „Und dann?“ fragte ich. „Dann haben sie abgestimmt, welcher ihnen am besten schmeckte, und haben zusammengelegt und e i n e Flasche gekauft!“
        Seitdem steht bei Hugemann vorne am Eingang ein Schild „Für Schotten dicht!“ 🙁
        Tja, wisst ihr eigentlich, woher die Sitte auf Mallorca am Ballermann überhaupt kommt, Sangria aus Eimern mit Strohhalmen zu trinken? Der Ursprung kam daher, dass im Juli 1973 einmal eine Reisegruppe von ca. 12-15 Schotten dort ein Glas Rotwein und Strohhalme für alle bestellten. Das sahen andere Urlauber (nicht Schotten), orderten dann aber immer größere Behältnisse … 🙂 LG, Bernie

        • FritzKraut sagt:

          Wir haben uns auch schon gewundert, dass wir gar nicht verwundert angeschaut werden, wenn wir für den Abend im Pub ein half pint of Belhaven Best mit zwei bis drei Strohalmen (drei für den Fall, dass wir Einen ausgeben wollen) ordern.

  2. Bernd Frank sagt:

    Danke für die wirklich netten Stories (plus Fotos) an diesem Wochenende! Besonders angetan bin ich von dem „hsitorisch lehrreichen“ Urinal in dem gemütlichen Glasgower Pub! Wer auch immer die Idee dazu hatte – großes Lob meinerseits.
    Der Satz „Sie haben hier Gelegenheit, den „Herren“ den Respekt zu zollen, der ihnen gebührt“ lässt ja alle Interpretationen offen und ist insofern keine direkte Anleitung zu despektierlichem Verhalten. Da würde mir – sollten andere Kneipen z. B. hierzulande das aufgreifen – sicher die eine oder andere mehr oder weniger „historische“ Person einfallen, die bisher vielleicht auch noch nicht genügend „angepisst“ wurde. Aber es durchaus verdienen würde.
    Nie hat Wasserlassen mehr Freude bereitet.
    In diesem Sinne – lasst laufen, Jungs!
    Freundliche Grüße, Bernie
    P.S. Sollte euch später in den Highlands ein Schaf begegnen, macht nicht viel Aufhebens drum – es gibt noch viele andere dort. Sollte aber ein Highlander euren Weg kreuzen, dann seid gewiss: Es kann nur einen geben!

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