Man lernt ja nie aus …

… und darum brauchen wir jetzt mal Eure Hilfe. Die Frage tauchte auf auf dem Weg von Lissabon nach Aranjuez, genauer gesagt erst im spanischen Teil der Reise, etwa 250 km vor Aranjuez – falls das für die Beantwortung unserer Frage von Belang sein sollte.

Aber mal von vorn: Kaum hatten wir den Schock, für 180 km portugiesischer Autobahnbenutzung 30 € abdrücken zu müssen, überwunden, sahen wir uns alsbald mit der nächsten Überraschung konfrontiert. Also, wir daddeln da so Kilometer für Kilometer vor uns hin, meistens ganz allein auf der Autobahn … Aber ich schweife schon wieder ab. Also, wie das eben so ist während einer längeren Autofahrt, irgendwann ist die Blase voll und dann muss man halt mal (irgendwo anhalten).

Diese Raststätte hat gleich zwei Toilettenanlagen, eine links, eine rechts. Ich gehe links, Werner rechts. Nach getaner Tat treffen wir uns wieder am Auto und können uns gar nicht schnell genug unsere (fast identischen) Fotos zeigen.

Ja, was ist das denn? Was macht man da? Wie macht man da was? Wir sind ja nun schon höchst kommunikative Toiletten aus China gewohnt. Aber das hier? Wo es genau gegenüber doch Kabinen gibt. Und dann schießen die Ideen echt ins Kraut und wir machen unsere Witze. Aber weiter bringt uns das nicht. Und so konnten wir die Frage letztendlich leider nicht lösen. Wir konnten ja auch nicht wirklich einen Spanier fragen – mein Spanisch, ¿Ihr versteht? Vom Aufsuchen der Damentoilette zur näheren Problemeinkreisung haben wir aus guten Gründen (z. B. ¡Spanischkenntnisse!) auch abgesehen.

Also, los ran! Ihr habt die Chance unseren Horizont zu erweitern. Einer von Euch wird’s ja wohl wissen. Nur ernstgemeinte Antworten – auch von allen anderen Geschlechtern  – bitte per Kommentarfunktion.

Danke für Eure Mithilfe.

P.S.: Sollte hier irgendwo ein Fettnäpfchen unserer harren, die Antwort bitte per E-Mail!!

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4 Antworten zu Man lernt ja nie aus …

  1. Beate Wollersheim sagt:

    Guten Tag die Herren, ich bin enttäuscht. Ich, Frau, von Naturwissenschaften null Ahnung aber ner Menge Lebenserfahrung, lasse mich provozieren zu einem „Dinge, die die Welt nicht braucht – Exkurs“ in die Absonderungen des Lebens.
    Also so schwer ist das Verständnis um die Toilettenmöbel auf Eurem Bild nun nicht.

    Ich habe mich beschäftigt mit dem Phänomen der Spritzreduktion. Die Ergebnisse:
    1. beachte die fluide Dynamik
    2. wende die Plateau-Raleigh-Instabilität auf das Thema an
    und daraus folgernd,
    3. konstruiere Behältnisse entsprechend der Physik des Wasserlassens

    Ich sehe, dass die spanische Autobahntankstellenrestroomurinalarchitektengilde zum gleichen Resultat kam und
    formschöne, pflegeleichte und die Privatheit schützende Artikel entworfen und gebaut hat. Diese sind in umfangreichen Feldstudien bereits gesprüft und auf ihre Funktionalität untersucht worden. Verschiedene Gewerbe waren an der Finanzierung vorheriger Studien beteiligt, u.a. die Schuh- und Herrenbekleidungsindustrie.
    Ein Hoch auf diese Fachleute, nicht überall wird Geplantes auch umgesetzt und fertiggestellt, siehe BER.

    Freundlichste Grüße von Professor*In, Dr*In, Dr*In Dummschwätzer*In

    • FritzKraut sagt:

      Zutiefst beeindruckt von Deiner profunden Sachkenntnis und der exakt gesetzten Terminologie danken wir für die umfassende Aufklärung und der Erweiterung unseres Erfahrungshorizontes und entschuldigen uns für unsere Unwissenheit.
      Sonnige Grüße von den Bildungshungrigen aus Aranjuez
      P.S.: Wir lieben diese Kommentare!!!

  2. Rolf sagt:

    Was das ist, habt ihr ja schon erraten und durch Nutzung verifiziert. Ich weiß nun nicht, was ihr in China diesbezüglich gesehen habt, aber ich erinnere mich noch an ähnliche Toiletten in den USA, Anfang der 1980er Jahre.
    Auch Joachim M., dessen Buch ich neulich erwähnt habe, beschreibt so ein Erlebnis, Mitte der 1980er Jahre, ebenfalls in den USA. Er hatte allerdings dazu noch das Pech, von seinem Nebenmann angespuckt zu werden. Der Nebenmann war Ringer, sah auch so aus, Joachim hat die Situation lieber deeskaliert.
    Konnte euch wahrscheinlich nicht passieren, es sei denn, der Nebenmann ist Sitzriese.
    Da meine beiden Beispiele aus Übersee stammen: kann es sein, dass ihr schon ein Stück zu weit gefahren seid? Hauptsache, es gefällt euch ansonsten!

    • Louis sagt:

      Nein, nein, durch Nutzung verifiziert haben wir da gar nichts. Wir haben den Kabinen gegenüber den Vorzug gegeben.
      In China hat man auch noch auf die kleinen Trennwände und die Wasserspülung verzichtet. Manchmal befanden sich diese Einrichtungen auch – umgeben von einer halbhohen Mauer – im Kiez irgendwo an der Straße. Und das war in den Nullerjahren dieses Jahrhunderts. Aber die konnte man als Boxer, Ringer, Catcher oder so relativ sorglos benutzen.
      Das mit dem Zu-weit-fahren ist unwahrscheinlich. Jedenfalls habe ich zu keinem Zeitpunkt dieser Reise das Gefühl einer Fähre unter meinem Womo gehabt. Und auf meine Gefühle kann ich mich diesbezüglich verlassen. Somit gehe ich davon aus, dass wir noch auf dem europäischen Kontinent sind. Obwohl, Du weißt ja aus einem meiner früheren Beiträge, dass offensichtlich auch Navis dementiell erkranken können … Mmmhh, oder war der Sturm auf der Hinreise, als es das Auto so geschüttelt hat, etwa gar kein Sturm, sondern … Nee, nee, ganz bestimmt nicht.
      Grüße aus Aranjuez

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