Sonne, Sand und Meer

"Manchmal verraten Schatten im Sand mehr über das schöne Leben" sagt Werner.

„Manchmal verraten Schatten im Sand mehr über das schöne Leben.“

Der Campeggio villaggio dei pini  liegt in Paestum (Kampanien) direkt am Meer. Nach etwas mehr als 300 Kilometer Autofahrt begebe ich mich am Abend mit meinem Campingsessel und dem eReader an den langen, breiten Sandstrand, lese und schaue der Sonne beim Untergehen zu. Nur wenige Menschen sind zu dieser frühen Jahreszeit dort zu sehen: eine italienische Familie hat offensichtlich hier den Tag verbracht, ein paar Kinder, die im seichten Wasser spielen, einige Spaziergänger. Mit einigem Abstand zu mir baut gerade ein Paar seinen Abendbrottisch auf, opulent gefüllt mit italienischen Köstlichkeiten und Vino bianco. Die zwei genießen die Szenerie mindestens ebenso wie ich.

Mit hochgekrempelten Hosen gehe ich ein paar Schritte am Rand des Wassers auf und ab und lasse Füße und Waden vom noch kühlen Salzwasser erfrischen. Zurück in meinem Campingsessel vergrabe ich meine Füße im warmen Sand, genieße den Augenblick und lasse meine Gedanken fliegen. Ich kann mein Glück kaum fassen.

Dieser Beitrag wurde unter Italien, Wohnmobil-Reisen abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Sonne, Sand und Meer

  1. Rosi Heidecker sagt:

    Lieber Louis, lieber Werner,
    ich höre zwar nichts mehr von Euch und wollte eigentlich rumschmollen, aber Euer Bericht über jenes sagenhafte Backwerk lasst mich jetzt doch in die Tastatur greifen.
    Für mich ist das ja nichts, ich brauch ja diese Kohlenhydrate – vielleicht sammelt der Bäcker sie ja und überlässt Euch ein paar als Mitbringsel.
    Ich bin doch immer wieder erstaunt, was Höhenluft und Internetentzug so bewirken.
    Seid mir gegrüßt
    Rosi

    • FritzKraut sagt:

      Hallo, Rosie!
      Hätten wir das mit dem Kohlendydratebedarf doch nur gewusst! Aber eigentlich hätten wir es auch ahnen können. Unglaublich, wie sehr man sich doch an „dicke Luft“ und Internetzugang gewöhnen kann.
      Liebe Grüße
      Werner und Louis

  2. Rolf Yadig sagt:

    Schade, dass ihr Sizilien schon verlassen habt, hat mir gefallen mit euch da, aber ihr habt ja noch viel Weg vor euch.
    Und auch ich hätte da gern mal ein Problem: nicht mit der falschen Sonne oder den echten Nixen, sondern mit den Schatten; sind das eure Schatten? Habt ihr Goethe schon gesehen? Beim rechten Schatten passen die Schuhe nicht, Goethe trug zwei, wie sagt man, gleichartige Schuhe, die passten beide rechts und links. Und schon gar keine Badelatschen! Aber der linke, ja der linke Schatten, kommt mir doch verdächtig nach Geheimrat vor. Confessarsi!!!

    • FritzKraut sagt:

      Im Auftrag:
      Goethe! Wäre noch schöner. Wir beschäftigen uns mit Griechen, mit Römern, Germanen, Phöniziern und nicht mit Sekundärgeschichten! Wir reisen nicht für Geld oder teure Schuhe. Wir sind nur der Kultur und Wahrheit verbunden. Notfalls bringen wir sogar unsre Schatten in Richtung Sonne in Stellung.

  3. Bernd Frank sagt:

    Hallo,
    ich hab‘ da gerade mal den Google-Satellit „angezapft“ und mir den Strand von oben angeschaut: Da bei euch am Campeggio ist ja der „Lido delle Sirene“. Sirene, da fiel mir doch glatt die Feuerwehr und auch noch Odysseus ein (betörender Gesang der fabelhaften Sirenen). In späteren Adaptionen (dieses Wort verwende ich nur äußerst selten) wurden Sirenen ja mit Nixen gleichgesetzt. Nun meine Frage: HABT IHR DORT SCHON WELCHE GESEHEN? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wie sahen die aus? Allgemein gefragt: Laufen dort schon Wesen mit Badeanzügen herum?
    Sonnige Grüße von Bernie
    Nachfrage (anderes Thema): HABT IHR JETZT AUCH WAS ZU ESSEN, JUNGS? Was gibt’s denn – oder bleibt der Teller nochmal leer heute Abend?

    • FritzKraut sagt:

      Natürlich haben wir Nixen gesehen, soweit man von „sehen“ sprechen kann. Wir gingen jedenfalls ab wie nix als wir die Sirenen hörten. Am Hera-Tempel zu Paestum kamen wir zum Stehen. Bilder gibt’s auch, später im Blog.

      • Bernd Frank sagt:

        Da fällt mir noch ein: Bei euren Einkaufs- bzw. Versorgungsproblemen konnte ich echt mit euch fühlen. Mir ist es mal ähnlich ergangen, damals im Himalaya, Anfang der 90er Jahre. Ich fuhr da durch die Gegend und hatte nach ein paar Tagen nur noch ein Schinken-Sandwich, einen Hawaii-Toast und ein paar Erdnüsse und drei Äpfel (Boskop, glaube ich) dabei. Und noch eine Packung Nudeln. Das alles war dann aber auch noch schnell aufgebraucht (die Nudeln konnte ich gar nicht erst kochen; hatte kein Streichholz mehr zum Feuer machen!). Und ich konnte kaum einen Laden finden, und wenn doch, dann hatte der entweder zu (wie bei euch) oder es gab nur Yogi-Tee. Aber ab und zu ein Yogi-Tee und ein paar sanfte Drogen hielten mich irgendwie „über Wasser“ (im Himalaya sagt man „über Schnee“). Irgendwann aber kam dann ein kleiner Polizei-Konvoi, und ich wurde wegen Herumlungerns ins Gefängnis gebracht – und dort gab es dann auch was zu essen (kann aber nicht beschreiben, was das war).
        Was ich damit sagen will: Man kann Glück haben und man muss dann auch mal mit kleinen Dingen zufrieden sein! Zumal in solch eiskalten Gegenden.
        Apropos eiskalte Gegend: Gehen zwei Eskimos am späten Nachmittag nach Hause. Fragt der eine: „Ey schau mal, wo ist denn dein Iglu?“ Sagt der andere: „Oh scheiße, ich hab‘ vergessen, das Bügeleisen auszumachen.“
        (Tschuldigung 🙂 )
        Warum können Eskimos selbst bei Tageslicht nicht einmal ihre Hände vor den Augen sehen? Weil sie Handschuhe tragen!
        (Ich entschuldige mich bei allen, die das lesen mussten.)
        Liebe Grüße, Bernie

        • FritzKraut sagt:

          Bernie! Ich versteh dich so gut. Was dem einen der Schnee, ist dem anderen der Sand. Aber immerhin hat sich die Versorgungslage etwas entspannt, ganz im Gegensatz zum Hosenboden. Der eine versucht das Problem mit einem Gürtel zu lösen, der andere mit Trägern. Nur sanfte Drogen stehen uns nicht immer zu Gebote.

  4. ulrike sagt:

    Benissimo – come ho detto: verso nord tutto andrà meglio.

    Aber das bild ist doch ein fake, oder? Die sonne steht abends im westen, der strand von paestum zeigt nach westen, eure schatten zeigen nach westen. bin ja nicht der orientierungsexperte, aber irgendwas stimmt da nicht.
    Oder habt ihr das auf schönungen spezialisierte kamerateam vom berlusconi kommen lassen, um salzwasserfeuchte waderln, im sand verbuddelte füße, fliegende Gedanken und hoffentlich nicht allzu flüchtiges glück in „falsches“ licht rücken und digitalisiert in die welt hinausposaunen zu lassen.
    confessarsi!!!!!!!!!!!!!!!! 😉

    • FritzKraut sagt:

      Hej!
      Da passt aber jemand auf. Sehr schön! Das Foto ist kein Fake und wir haben auch nicht den Lauf der verändert. Wo Berlusconi Hilfe benötigt, sind wir eingeständig. Die Schatten werden von einer „künstlichen Sonne“ erzeugt, die wir daran allenfalls mit einem Steinwurf hätten hindern können.
      Ciao
      Werner und Louis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.