Split

Split – Camping Stobreč

Was haben wir eigentlich erwartet? Bei der Anfahrt von den Kozjak-Bergen auf die Stadt sehen wir nur Hochhäuser. Schmucklos, vorwiegend beige, ein bisschen grau. Schwer zu glauben, dass das Split sein soll. Irgendwie haben wir von dieser Stadt ein anderes Bild im Kopf.
Unser Campingplatz liegt außerhalb. Etwa sieben Kilometer von der Altstadt entfernt in Stobreč. Hier sieht’s architektonisch auch nicht attraktiver aus. Der Platz ist eigentlich schön in einer Bucht gelegen und durchaus ansprechend angelegt. Dennoch versprüht der Ort den Charme eines Rummelplatzes. Wie fast alle Campingplätze in Kroatien im September ist auch dieser bis auf den letzten Platz belegt. Unser mobiles Heim steht an einer der „Hauptstraßen“ des Platzes. Entsprechend laut geht es zu: Anreisende, Abreisende, Flanierende, Partygänger, Flaschensammler, Müllwerker, Gärtner, Rollerfahrer, Motorradfahrer, kreischende Kinder, Jogger, Diebe … Die nahegelegene Umgehungsstraße gibt ihren Teil dazu und sorgt für einen gehörigen Lärmpegel bis spät in die Nacht. Besonders beliebt scheint die Straße bei Bikern zu sein, die die Gänge ihrer Maschinen hier bis zum Anschlag ausfahren.

Camping Stobreč – Bar-Blick über die Bucht

Den Sonntag verbringen wir erstmal auf dem Platz. Wäsche waschen. Lesen. Mückenstiche pflegen. Abends ins Restaurant. Nachts auf’s Klo.
Montag. Jetzt muss aber was Positives her! Auf in die Altstadt. Beeindruckend. Viel sehen können wir erstmal nicht. Offensichtlich sind gerade „Asia-Wochen“. Wir haben das Gefühl, alle sind gleichzeitig hier. China, Japan, Korea – derzeit sicherlich menschenleer. In den engen Gassen und auf den kleinen Plätzen ist kaum ein Durchkommen. In den Urlaubsfotoschauen im Fernen Osten in zwei Wochen dürften wir dann häufig zu sehen sein.



Nein, es stimmt schon. Die Altstadt ist beeindruckend und schön. Und abseits der vielen Guided walking tours sind noch beschauliche Ecken und Cafés zu finden, in denen doch tatsächlich hier und da  noch Ortsansässige zu bestaunen sind.
Eigentlich schade, dass die Altstadt so überlaufen ist. In Dubrovnik beispielsweise wurde die Zahl der Tagesbesucher drastisch beschränkt. Das täte der Altstadt Splits wahrscheinlich auch gut. Was haben wir eigentlich erwartet!

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2 Antworten zu Split

  1. Rolf sagt:

    Ich kann mir das nur mit einem Übersetzungsfehler erklären, aus dem Kroatischen in verschiedene fernöstliche Sprachen, wer weiß, was da aus „Asia-Wochen“ geworden ist. Denn wenn zum Beispiel bei Karstadt Haushaltswochen sind, kommen ja auch nicht haufenweise ganze Haushalte ins Kaufhaus. Oder wenn wir an die Gesundheitswochen oder die Ferienwochen denken…aber ich glaube, ihr habt das Prinzip schon verstanden

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