Stille Tage in Aranjuez

Unser Wohlfühlfaktor auf einer virtuellen Skala von 1 bis 10:
Erholung: 9
Gewichtszunahme: 10+
Bräunung: 8
physische Aktivität: 1,5
geistige Aktivität: 2 (bei täglich nachlassendem In- und Output)
allgemeine Zufriedenheit: 10

Viel passiert hier in Aranjuez nicht. Wir waren ja vor knapp zwei Jahren schon mal hier und kennen die wenigen Highlights. Worüber also schreiben bei dem geringen, um nicht zu sagen: fehlenden Input? Dass die Sanitäranlagen auf diesem Campingplatz primera categoría sind? Dass Koch und Kellner im Restaurant bei der Berufswahl versagt haben? Das freitags nachmittags der Eintritt in den königlichen Sommerpalast kostenlos ist?

Dem fehlenden Input zum Trotz habe ich vor ein paar Tagen ein Lamento über französische Preise im Allgemeinen und französische Autobahngebühren und Campingplatzöffnungszeiten im Besonderen, sowie die vielen heimatvertriebenen französischen Camper hier in Spanien verfasst. Der Beitrag hat die interne Revision nicht passiert. Ein Veto habe ich mir erspart. War wirklich langweilig und unzumutbar.

Und jetzt? Die Situation akzeptieren? Blöde Witze reißen? Nein, wir doch nicht.

Ich habe da eine bessere Idee. Ich mache mich daran, unseren Blog (hintergrund)technisch zu aktualisieren. Das hat fast einen Tag gedauert, aber es hat geklappt. Merkt natürlich wieder keiner was davon. Trotzdem: wunderbar. Das motiviert. Also frisch ans Werk und auch die Optik ein bisschen pimpen. Mal sehen, was man so alles machen kann. Toll. Und dann … ein falscher Klick und der ganze Blog der vergangenen Jahre hat sich ins Nirwana des WWW verabschiedet. Verflucht. Das darf doch nicht wahr sein. Es gibt zwar irgendwo da oben in der Wolke eine Sicherung, aber die ist auch schon ein paar Tage alt. Und die Warnhinweise zur Wiederherstellung nehmen kein Ende. Das Risiko ist mir zu hoch. Ich google mich durch’s Internetdickicht. Die Augen fangen an zu brennen, die Herzfrequenz steigt, Schweißperlen sammeln sich auf der Stirn. Zwei Stunden später werde ich fündig. Es ist nur ein Häkchen, das WordPress heimlich eliminiert hat. Wie soll man da bloß drauf kommen?! Vor lauter Entspannung verzichte ich auf’s Verfluchen.

Dieser Beitrag wurde unter Spanien veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Stille Tage in Aranjuez

  1. Beate Wollersheim sagt:

    Stille Tage in Cli…, sorry nein in Aranjuez, hättest Du mal den San Antonio de Padua angerufen (bildlich gesprochen), dann wäre Dir vielleicht vieles Suchen erspart geblieben. Wie Du Dich vielleicht erinnerst, der Patron der Suchenden, der verlorenen Dinge. Aber dran glauben, sonst klappt es nicht.
    Der hat auch eine schöne Kirche in Aranjuez, warst ihm also schon sehr nahe. Na ja, beim nächsten Mal.

    An den Schulmeister: Ich bedanke mich herzlichst, sicherlich auch im Namen aller Leser*innen dieses Blogs, für die großartigen Ausführungen im Zusammenhang mit vorgefundenen Sanitärausstattungen. Diesbezüglich kann ich nicht nachvollziehen, was daran still gewesen sein soll, vielleicht im wahrsten Sinne des Wortes aber nicht an Erkenntnisgewinn! Chapeau, meine Verehrung!

  2. Jürgen sagt:

    Hi Ihr beiden,

    Ihr seid also angekommen! Die Bilder sind für mich! Das sieht alles sehr schön aus. Und dann der Strand und die Surfer … Ich mappte nach Aranjuez – merkwürdigerweise gab es nur den Ort südlich von Madrid und eben das wunderbare Musikstück.

    Kann man sich in diese Welle wagen?? Habt Ihr Neos?

    Haaach
    Liebe Grüße
    Jürgen

    • FritzKraut sagt:

      Ja Jürgen, alles für dich. Von unterschiedlichen Orten. Schöne Musik aus Aranjuez, tolle Wellen in San Sebastian. Wenn du dereinst über ein WoMo verfügst, kannst das alles haben. Surfbrett, Neopren, Musik aus der Anlage oder live. Alles toll. Falls du noch Bilder haben möchtest, ich lege bei Louis ein gutes Wort ein. Schöne Tage!

  3. Rolf sagt:

    Bei dieser Überschrift, da denke ich zuerst an „Stille Tage in Clichy“ und dann an „Concierto de Aranjuez“. Ich wusste bis jetzt nicht, wer oder was Aranjuez ist. Dank eurer hat sich das nun ins Gegenteil verkehrt. Und mir fällt auf, die Musik klingt so wie Louis‘ Fotos aussehen – träumerisch, paradiesisch, menschenleer. Louis mag keine Menschen auf seinen Bildern, gell?
    Was die aufgepimpte Optik eures Blogs betrifft, so habe ich tatsächlich nix mitgekriegt, außer vielleicht die tägliche Kurzinfo und die Besucherstatistik.
    Immer wenn ich sie lese, steht da: Besucher momentan online: 1, und dann freu ich mich, dass es mich noch gibt, steht ja da, schwarz auf weiß 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.