Das Rentnerleben auf Mallorca …

… ist auch nicht viel anders als in Berlin. Kaum hat der Tag begonnen, ist er auch schon wieder zu Ende. Bis man so alles hinter sich gebracht hat, ist ja fast schon wieder Mittag. Kaffee kochen, Zeitung lesen, frühstücken, ein bisschen im Internet surfen, die lange Prozedur im Bad. Tja, so geht der Vormittag dahin. Grenzt echt an Stress, wenn man auch noch pünktlich zur verabredeten Mittagszeit Freunde treffen will. Und dann geht’s gleich weiter mit dem Stress: Was machen wir denn heute? Wo fahren wir hin? Was sehen wir uns an? Welche Kamera nehme ich mit? Brauche ich eine warme Jacke? Feste Schuhe oder Sandalen? Einen Regenschirm? Sind die Akkus geladen? Dann kann‘s endlich losgehen. Und damit fängt dann auch schon fast der nächste Stress an. Das Abendessen. Wo kaufen wir ein? Was kochen wir? Was müssen wir dafür einkaufen? Welchen Wein nehmen wir? In wessen Apartment kochen wir? Was muss ich mitbringen? Haben wir noch …? Und so weiter und so fort. Wie zuhause! Nix als Stress!

Aber jetzt erstmal Genuss! Neue und altbekannte Orte besuchen. Vor dem Café auf der Plaza in der Sonne Kaffee und Kuchen genießen, mal auch ein Gläschen leckeren Weißweins oder Aperol Spritz. Zugegeben, das wird zu dieser Jahreszeit schwierig in Berlin. Und genau da haben wir dann auch den Unterschied. Und genau das macht’s ja auch so attraktiv, jetzt nicht in Berlin zu sein. Die Sonne, die Wärme, die Helligkeit. T-Shirt-Wetter halt.

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2 Antworten zu Das Rentnerleben auf Mallorca …

  1. Bernd Frank sagt:

    Hi Louis,
    in deinem ersten (längeren) Absatz – soviel Schönes und Wahres, wie mir scheint All diese wichtigen Lebensfragen harren tagtäglich der Klärung, Beantwortung und Durchführung der dann jeweils irgendwann gefundenen Lösungen. In deiner Aufzählung kommt ja auch die Frage „Zu dir oder zu mir?“ drin vor – eine im soziokulturellen und lebensplanerischen Sinne oft wegweisende Frage, die stets einer genauesten und sensiblen Prüfung unterzogen werden sollte. Genauso wie die Frage „Welchen Wein nehmen wir?“ Das ist nichts für Kulturbanausen und Grobiane! Deshalb habe ich großen Respekt davor, wie ihr das immer wieder hinkriegt Ob der Regenschirm dann geladen ist oder nicht, ist dann eher zweitrangig. Aber das ist nur meine persönliche Sicht.

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